SOFEA: übergeordnete Nachhaltigkeit

Matthias Schumacher

Beim Thema Nachhaltigkeit gibt es gemeinsame Interessen bei Unternehmen, die sonst Konkurrenten sind. Gegenwärtig werden europaweit unterschiedliche Umweltzeichen verwendet, eine Vereinheitlichung auf freiwilliger Basis zum Vorteil aller Marktteilnehmer ist das Ziel der SOFEA, der Sustainable Office European Association, mit Büro in Brüssel.

Derzeit besteht die Organisation aus den 24 Gründungsmitgliedern sowie einem wissenschaftlichen Komitee. SOFEA möchte der Industrie einen Weg aufzeigen, wie Informationen über die Nachhaltigkeit von Produkten auf eine effiziente und transparente Weise zur Verfügung gestellt werden können. Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die eine solide und glaubwürdige Bewertung der Umweltfreundlichkeit von Produkten innerhalb der Branche bietet.

Nach dem Start in 2014 haben inzwischen die ersten Arbeitsgruppen getagt und für ihre Produktkategorie an einer einheitlichen Bewertungsmethode gearbeitet. Jetzt haben sich die Gruppen auf ein solches Bewertungsschema geeinigt, und dieses wird durch eine externe Organisation auf seine wissenschaftliche Plausibilität geprüft. Dies soll für alle Produktbereiche der PBS-Branche geschehen.

Arbeitsgruppen existieren bislang für die Produktgruppen Ordner, Notizblöcke und -bücher sowie für Schreibgeräte. Insgesamt sollen im SOFEA-Projekt Bewertungsmethoden für 30 Produktgruppen der PBS-Branche erarbeitet werden.

„Von unserem Engagement bei der SOFEA erwarten wir uns einen regulativen Rahmen für ein breites Spektrum von nachhaltigen Produkten“, erklärt Matthias Schumacher, Director Sales & Key Account Management bei Tesa Consumer & Craftsman und SOFEA President. Man arbeite an einer Systematik für die gesamte Büroartikelindustrie, die von der EU anerkannt wird – und habe dabei durchaus ähnliche Interessen: ein einfaches System, zuverlässig und praktikabel, daran orientierten sich die „guten Diskussionen“ in den Arbeitsgruppen, skizziert Schumacher die gemeinsame Marschrichtung.

Man sei dankbar für die Möglichkeiten, die SOFEA bietet, um mit Lieferanten und Key-Playern der Branche an der Zukunft der Umweltkennzeichnung von Produkten zu arbeiten. Man wolle seinen Kunden mehr Transparenz bieten bei der Frage, was ein „umweltbewusstes Produkt“ ist und sie bei einer „fundierten Kaufentscheidung“ unterstützen. Es entstehe eine stark auf den Kunden zugeschnittene Lösung, die nur durch diese Form der Kooperation über Unternehmensgrenzen hinweg möglich geworden ist. Ein Gewinn für die Kunden, die Umwelt und die Industrie.

Im Moment führt SOFEA die letzten Tests der Systeme durch und das Kickoff-Datum für die erste Bewertung liegt im 4. Quartal 2017.

Infos unter www.sofea.eu.

 
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