Schweizer Detailhandel im Umbruch

Die Credit Suisse hat anfangs Januar gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Fuhrer & Hotz die neueste Ausgabe der jährlich erscheinenden Studie «Retail Outlook» veröffentlicht. Auch im zweiten Jahr nach der Aufhebung des EUR/CHF-Mindestkurses sanken die Detailhandelsumsätze und zwar um 1.0%. Für das Jahr 2017 erwarten die Ökonomen der Credit Suisse stagnierende Umsätze, was nach dem Negativtrend der letzten zwei Jahre einer Stabilisierung gleichkommt. Auch die von Fuhrer & Hotz befragten Branchenvertreter sehen die Lage optimistischer als noch im Vorjahr: Rund 60% gehen von einem Umsatzplus aus. Der Einkaufstourismus, der 2016 dank eines relativ stabilen EUR/CHF-Wechselkurses auf hohem Niveau stagnierte, dürfte auch 2017 etwa gleich stark bleiben. Mit einem Angebots-Nachfrage-Modell schätzen die Ökonomen der Credit Suisse zudem die regionale Versorgungsdichte im stationären Detailhandel und zeigen auf, dass diese bereits zwischen 2011 und 2013 – im Nachgang zur vorletzten Frankenaufwertung – abnahm. Mitunter am ausgeprägtesten war der Rückgang im Raum Basel, wo die Detailhändler dem Einkaufstourismus stärker ausgesetzt sind.

 
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