Einladung nach Unterägeri

Die diesjährige Generalversammlung des VSSD und die Delegiertenversammlung des VSP finden in der schönen Zentralschweiz, genau in Unterägeri statt. Ergänzt wird der Grossanlass durch ein offenes Forum der PEG.

Vom 1. bis 3 Juni 2012 trifft sich die Spielwaren- und PBS-Branche in Unterägeri am Ägerisee zu ihrer jährlichen GV (Spielwarenbranche), resp. DV (Papeteriebranche). Organisiert wird der Anlass von der Sektion Zug.

Unterägeri liegt sich am westlichen Ende des Ägerisees am Lauf der Lorze, südöstlich der Stadt Zug. Das alte Dorf (Oberdorf) liegt am Fuss des Wilerbergs, etwas abgerückt vom Seeausfluss, an der alten Strasse von Zug nach Schwyz. Die politische Gemeinde Unterägeri besteht erst seit 1798. Die Geschichte von Unterägeri, früher Wilägeri oder Wilen genannt, beginnt aber früher.

Die Spuren menschlicher Besiedelung des Ägeritals lassen sich bis etwa 2000 v. Chr. in die Jungsteinzeit zurückverfolgen. Orts- und Flurnamen, sowie vereinzelte Bodenfunde geben Hinweise auf die frühesten Bewohner. Im 6. Jahrhundert] besiedelten die von Norden in die Schweiz eindringenden Alemannen das Ägerital. Das Ägerital wechselte in der Folge einige Male den Besitzer und gehörte zu Teilen dem Fraumünsterkloster in Zürich, dem Kloster Einsiedeln und den Habsburgern.

Am 15. November 1315 zogen habsburgische Truppen von Zug aus das Ägerital hinauf gegen die Eidgenossen. Bei Morgarten am Ägerisee kam es schliesslich zur Schlacht am Morgarten, die mit einer vernichtenden Niederlage der Habsburger endete. 1352 traten Stadt und Amt Zug und damit auch das Ägerital der Eidgenossenschaft bei, aber erst Ende des 17. Jahrhunderts wurden die Leute aus dem Ägerital frei von allen habsburgischen und klösterlichen Besitzansprüchen. Es folgte die kirchliche und politische Loslösung Unterägeris von Oberägeri. Daher wurde nach Plänen Ferdinand Stadlers ab 1856 eine eigene Kirche gebaut.

Im 19. Jahrhundert begann in Unterägeri die Industrialisierung, welche die Wasserkraft der Lorze nutzte. Mit der Industrialisierung stieg die Bevölkerungszahl stark an. Die Entwicklung von Unterägeri zu einem Kurort gegen Ende des 19. Jahrhunderts kompensierte den einsetzenden langsamen Niedergang der Industrie. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte nach langer Stagnation wieder ein sprunghaftes Bevölkerungswachstum ein, so dass sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Bevölkerungszahl von Unterägeri verdoppelt hat. Das Dorf entwickelte sich zum Wohngebiet einer grösstenteils in den nahen städtischen Agglomerationen arbeitenden Bevölkerung.

Die Besucherinnen und Besucher der Jahresversammlungen werden in einem spannenden Rahmenprogramm Land und Leute von Unteräger und Umgebung kennen zu lernen. Auch ein Besuch an historischer Stätte am Morgarten ist vorgesehen.

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